2436 Meter

Ein «hohes Ziel» setzten sich die Männerriegen Märwil und Affeltrangen für die diesjährige Turnfahrt. Der Gufelstock im Sernftal war das Wanderziel für die fitten Männer. 

Früh am Samstagmorgen startete das Abenteuer in die Glarner Alpen. Nach Ankunft am ersten Etappenort Ennenda beförderte uns die Aeugstenbahn die ersten knapp 700 Höhenmeter bequem den Berg hinauf. Weiter ging es mit einem kurzen Fussmarsch bis zur Aeugstenhütte. Bis zum Tagesziel fehlten uns nochmals 1000 Höhenmeter – von hier aus nur noch zu Fuss. Eine kulinarische Stärkung sollte uns auf den bevorstehenden Aufstieg vorbereiten. Die Hüttencrew verwöhnte uns mit frischen Glarner Spezialitäten und schon bald war es Zeit, den Rucksack umzuschnallen. Der Wanderweg führte ab dem Start steil nach oben und auf dem ersten Hochplateau erreichten wir die Alp Fessis. Nun ging es etwas flacher an unzähligen kleinen Seen vorbei – immer weiter Richtung Gufelstock. Bis zum Ziel lagen nochmals rund 400 Höhenmeter vor uns. Die einmalige Aussicht auf dem Gufelstock machte den anstrengenden Aufstieg mehr als Wert. Der alpine Rundweg führte danach eine weite Strecke über den schmalen Grat. Hier war Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Alle Männer passierten gekonnt die schwierigen Stellen und der Weg führte wieder hinunter zu unserem Startpunkt Aeugstenhütte, wo eine kühle Erfrischung diese schweisstreibende, aber wunderschöne Wanderung gebührend abschloss.

Auf der Sonnenterrasse genossen wir den Rest des Nachmittags. Mit der Seilbahn ging es wieder nach Ennenda und weiter nach Glarus. Nach dem Nachtessen und einem Schlummertrunk sanken wir gerne in unsere Betten. 

Frisch und munter ging es am Sonntagmorgen weiter. Die Besichtigung des Landesplattenwerks in Engi startete bereits um 9.30 Uhr. Ausgestattet mit Helm erlebten wir eine interessante Führung durch das imposante Bergwerk. In den gigantischen unterirdischen Hallen wurde uns die bewegende Geschichte der Bergarbeiterfamilien erzählt. Das weitverzweigte Stollensystem wird auf einem mehrstündigen Rundgang durchlaufen und zeigt die beschwerlichen Arbeitsbedingungen beim Abbau, der Bearbeitung und dem Transport von Schiefer realitätsnah auf. Ein hochspannender geschichtlicher Rückblick und gleichzeitig ein beeindruckendes Erlebnis mit bizzaren Felsformationen und riesigen Gewölben im Untertagebau.

Im Anschluss an die Führung genossen wir bei prächtigstem Herbstwetter beim Stollenausgang ein leckeres «Stollenmenu». Gestärkt durften wir die Heimreise antreten. Ein grosser Dank an Simon für die Organisation dieser einmaligen Turnfahrt. 

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