Auszug aus dem Protokollbuch der Männerriege Affeltrangen
Kantonaler Spieltag in Aadorf
Die unvergessliche Niederlage in Amriswil wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Deswegen liessen wir uns jedoch nicht entmutigen und gingen dieses Jahr unerschrocken an den Kampf des kant. Spieltages nach Aadorf. Angemeldet wurden 2 Faustball-Gruppen & zum Stafettenlauf. Frühzeitig schon unternahmen wir das Spiel-Training und spielten jeweils am Samstag-Vormittag. Das Training stand unter der bewährten Leitung v. Emil Gerster, welcher uns das Faustball-Spiel eigentlich recht einübte und wir in kurzer Zeit zu vertrauten Spieler wurden.
Am Sonntag, den 22. August 1943 besammelten wir uns dann morgens 8 Uhr auf dem Löwen-Platz zum Start nach Aadorf. Einzig unser Heiri fehlte beim Appell!
Pünktlich um 10 Uhr begann der Kampf auf 10 Spielfeldern, wobei 62 Gruppen sich um die Ehre beteiligten.
Unsere Gruppe I war aufgestellt wie folgt: Gerster Emil als unser Führer, Linder Fritz vorne links, Mittelstürmer Haas Fritz, genannt Bögli; Linder Alfred hinten rechts und links der Sprechende selber als Ersatzmann für den nicht angetretenen Heiri. Mit grossem Mut nahmen wir den Kampf auf gegen die uns zugeteilten Mannschaften und der Erfolg für unseres Training blieb uns dafür nicht aus. Denn bis zur Mittagszeit erwies unsere Gruppe sich mit lautern Gutpunkten aus und als führend erzeigt. Dieses Können wurde von den Tageszeitungen besonders erwähnt. Das letzte Spiel war uns dagegen nicht mehr hold, womit uns der Platzsieg entging. Auch im Entscheidungskampf mussten wir knapp unterliegen. Die Gruppe II konnte sich gar nicht behaupten gegen ihre Gegner & wünschen für den nächsten Kampf mehr Glück. Im Stafettenlauf erkämpften wir den 9. Rang von 22 Läufergruppen und bei den Frei & Partnerübungen waren wir besonders zahlreich vertreten.
Vollbefriedigt verliessen wir Aadorf und unterwegs machten wir noch kurze «Drink & Fütterungshalte» mit ausführlichen Diskussions ……….
Den verdienten Abschluss statteten wir beim Mitglied Alfred zur Traube ab und der sprudelnde Wein floss mächtig, denn die über 30 Halbliter werden vermutlich den Meisten zugesetzt haben. So nahm unser Spieltag ein gemütliches Ende und die schönen Stunden sollen uns lange unvergesslich bleiben. –
Protokolliert:
Ende August 1943
Der Aktuar:
W.